Rosendeckchen

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Diese kleine Tischdecke ist keine Patchworkarbeit, wie man vielleicht im ersten Moment denkt, sondern eine Applikation.

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Für den nostalgischen Charakter habe ich Stoffe von warmer zurückhaltender Farbigkeit ausgesucht.

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Das Rosenmotiv findet sich sowohl in der Flächenaufteilung als auch im Stoffmuster. Genauso haben die Blattformen natürlich auch einen Blätterdruck.

Die Rückseite zeigt, dass ich die Rosenformen zunächst unabhängig vom Gesamten vorgefertigt habe, denn man sieht keine Unterteilungen.

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Für die einzelnen Blüten sind mehrere Lagen Stoff auf ganzer Motivgröße aufeinander geschichtet. Die Sache ist also materialintensiv. Mit einfacher Naht nähte ich die Linien zur Unterteilung. Dann bin ich angefangen einzelne Flächen auszuschneiden, ganz vorsichtig mit einer kleinen spitzen Schere immer dicht neben der Naht. Es sollten keine gleichfarbigen Flächen direkt nebeneinander liegen. Mit fünf Farben war das gut machbar. Das Besticken der Trennlinien mit Plattstich ließ jedoch nicht mehr als drei Schichten zu, sonst wurden die Höhenunterschiede deutlich und der Stich nicht schön. Deshalb habe ich nicht nur von oben, sondern auch mal von der Unterseite her weggeschnitten. Man stelle sich vor, gleich die oberste Stofflage soll bleiben, dann mussten an der Stelle von unten zwei Lagen weg, damit es nicht zu dick wurde. Das bedeutete auch, dass teilweise stehengebliebene Stege weggezupft werden mussten. Der Blätterhintergrund besteht dann auch nur aus drei Lagen, worauf zum Schluss dann die Blüten appliziert wurden. (Es gibt noch einen vierten Blätterstoff, aber der tritt nur partiell auf.) Für die Bestickung hatte ich schön glänzendes Seidengarn zur Verfügung, das schon mehrfach in der Familie weitergegeben wurde, damit ich es schließlich mal gebrauche.

Die verwendete Technik stelle ich den Lesern des Creadienstag vor und teile meine Freude über das Ergebnis mit allen, die hier vorbeikommen!

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Stickbild „Zwiebelmuster“

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Ihr kennt vielleicht das Geschirr mit dem Zwiebelmuster? Laut Wikipedia ist es das erfolgreichste Blaudekor der Porzellangeschichte. Was ich neu gelernt habe bei der Recherche, um etwas darüber erzählen zu können: Es sind gar keine Zwiebelpflanzen abgebildet sondern Granatäpfel, Pfirsiche, Melonen, gestreifte Zitronen, Lotusblüten, Chrysanthemenzweige, Pfingstrosen, Mandelbaumblüten, Phäonienstauden und was nicht alles, nur Zwiebeln sind es nicht. Das Muster wurde ab 1730 nach ursprünglich fernöstlichen Vorbildern entwickelt und dann immer wieder neu interpretiert, so hat es sich ergeben. Weiterlesen

Friesendeern

Das April-Motto des Jahres-Sewalong von Fräulein An lautet „gut betucht“. Dies zum Anlass genommen zeige ich mal, wie die Friesen ihr seidenes Schultertuch tragen. Denn wir haben in Norddeutschland natürlich auch Trachten! Sie sind weitgehend schwarz, beeinflußt von der spanischen Weltmode des 16. Jahrhunderts mit einer weißen Schürze, einer Haube und dem auffallenden Silberschmuck. Bei der Amrumer Friesentracht  zum Beispiel (Link zu einem kleinen Youtube-Film, der im TV gelaufen ist) werden Schulter- und Kopftuch aufwändig drapiert und mit Stecknadeln festgesteckt.

Friesendeern

 

Ganz so dunkel mag ich es aber nicht. So habe ich mich nun an etwas Dirndlartigem versucht, auch weil ich mal probieren wollte, ob ich einen Miederschnitt hinkriege. Weiterlesen

Juwelen für die Fledermaus

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Ab und zu muss etwas Glamour und Dramatik her. Viel Stoff könnte da ein geeignetes Mittel sein. Ich denke, hier ergänzen sich Rock und Bluse in ihrer Wirkung durch die Gegensätzlichkeit ihrer Weiten. Farben und Dynamik des edlen Druckmotivs begeistern und lassen den Abend magisch werden! Weiterlesen