Rock mit ausgestellten Falten

Bei Faltenröcken in Karostoff sollten die Falten parallel und senkrecht zum Boden stehen, damit das Muster nicht gestört wird. Mit einem einfarbigen Stoff wie z.B. diesem Wollflanell lassen sich auch Röcke realisieren, bei denen die Falten wie auch die Seitennaht ausgestellt sind, d.h. der Zwischenraum in Bundnähe ist unterschiedlich dem in Saumnähe.

Ich habe nur wenig unterschiedlichen Abstand zwischen den Falten gewählt, so dass es am Bund noch wirkt als seien sie parallel. Für einen guten Fall möchte man, dass der Fadenlauf für alle Falten gleich ist. Daher ergibt sich, dass die Faltentiefe oben und unten unterschiedlich sein muss, was aber nicht auffällt. Man orientiert sich an der vorderen Mitte als Bezugslinie. Die Abnäher sind auch in der Faltentiefe versteckt. Sowas Raffiniertes lernt man aus dem Müller & Sohn – Konstruktionsbuch.

Von hinten ist der Rock ganz schlicht gehalten mit mittigem Reißverschluss. Diesen nicht ganz neuen Rock zeige ich beim MeMadeMittwoch

Aus dem gleichen petrol-braunen Stoff entstand auch ein kurzer Faltenrock mit Passe. Den Pullover hatte ich schon mal zusammen mit einem Hosenrock sowie einem Wollwickelrock gezeigt. Einen ähnlich aussehenden grauen Flanellrock hatte ich zusammen mit einer Schößchenbluse gezeigt. Die Konstruktion ging jedoch von parallel verlaufenden Falten aus.

Übrigens, wer außer mir ist noch genervt von diesem dusseligen WordPress, wo dauernd dran rumgebastelt wird und nichts funktioniert? Wo soll wohl das Vorschaubild hin?

Wie auch immer, einen schönen Tag noch!

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Herbstbrauner Passenrock

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Die reinen knalligen Farben des Sommers sind jetzt passé. Weniger Licht und mehr Feuchtigkeit in der Luft lässt die Landschaft trüber erscheinen. Aber auch der Herbst hat interessante Farben. Vergleichbar mit Himmel oder Wasser sind T-Shirt und Cardigan in aqua gehalten, während meine Neuauflage des Tropenrocks in seiner Farbigkeit sehr dem herabgefallenen Laub ähnelt. Weiterlesen

Midirock mittels Muster

Heute seht ihr mich, ganz kulturbeflissen, im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe, wo ich letzte Woche war. Um die noch bis Mitte Juni zu sehende Ausstellung von Sofortbildkameras und den künstlerischen Produkten, die mit diesem Medium entstanden sind, soll es jedoch nicht gehen. Wie es sich für ein Nähmodeblog gehört, steht die Garderobe im Mittelpunkt des Interesses. Man hätte theoretisch elegantere Schuhe wählen können, das bitte ich zu entschuldigen, praktisch aber ziehe ich Schnürstiefeletten vor, wenn es draußen schneit.

Strickrock4 Weiterlesen

Friesendeern

Das April-Motto des Jahres-Sewalong von Fräulein An lautet „gut betucht“. Dies zum Anlass genommen zeige ich mal, wie die Friesen ihr seidenes Schultertuch tragen. Denn wir haben in Norddeutschland natürlich auch Trachten! Sie sind weitgehend schwarz, beeinflußt von der spanischen Weltmode des 16. Jahrhunderts mit einer weißen Schürze, einer Haube und dem auffallenden Silberschmuck. Bei der Amrumer Friesentracht  zum Beispiel (Link zu einem kleinen Youtube-Film, der im TV gelaufen ist) werden Schulter- und Kopftuch aufwändig drapiert und mit Stecknadeln festgesteckt.

Friesendeern

 

Ganz so dunkel mag ich es aber nicht. So habe ich mich nun an etwas Dirndlartigem versucht, auch weil ich mal probieren wollte, ob ich einen Miederschnitt hinkriege. Weiterlesen

Nostalgiekostüm

petrol6petrol5Dieses Kostüm existiert eigentlich nur, weil ich gern eine passende Garderobe für das große, handgestickte Collier haben wollte. (Die verwendeten Techniken für solch eine Embroideryarbeit habe ich hier, hier und hier beschrieben.) Es muss nicht unbedingt ein Kleid werden, dachte ich mir. Wenn ich den Kragen weit genug nach unten ziehe, könnte es auch ein Kostüm sein, das obwohl geschlossen den Schmuck nicht verdeckt.

Garderobe und Schmuck historisieren hier nach Lust und Laune, sie sind nicht eindeutig einer Stilrichtung zuzuordnen. Weiterlesen