Schluppenbluse

Dies soll das erste Teil meiner Klimt-Kollektion sein, von der ich im letzten Beitrag schon sprach. Einerseits möchte ich die Formensprache des Malers aufnehmen, andererseits mich aber auch an das klassizistisch geprägte Wien erinnern, das ich vor kurzem besuchte.

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Klassischer Bleistiftrock

Es ist ja noch nicht ganz so heiß derzeit, da kann man wohl noch mal mit einem Wollrock kommen. Dieser ist ein gerader Grundschnittrock ohne Bund mit insgesamt vier Abnähern, einem Schlitz und Reißverschluss in der hinteren Mitte.

 

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Mode designen nach Kunst?

Wie wäre es, die Malerei des 20. Jahrhunderts als Inspirationsquelle für den Entwurf neuer Mode zu entdecken? Könnte das Thema auch für HobbyschneiderInnen interessant sein? Ich sehe da mehrere Möglichkeiten der Herangehensweise. Entweder man überträgt die Motive auf das Stoffdessin, wobei die Schnitte eher schlicht blieben. Oder man nimmt formale Elemente auf, die den Schnitt beeinflussen. Oder man manipuliert den Stoff und versucht Strukturen nachzubilden, wie man sie auf dem Gemälde gesehen hat.

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Malaufgabe nicht nur für die Schule

Früher habe ich viel mehr gezeichnet und auch gemalt. Das möchte ich gern wieder tun. Daher fand ich eine Hausaufgabe meines Sohnes interessant und habe gleich mitgemacht. Er hat in der Schule Kunst als Leistungskurs gewählt und so kommen auch mal größere Aufgabenstellungen auf ihn zu. Es ging darum, sich eine Abbildung von einem Gemälde mit Menschendarstellung zu suchen, die man nachstellen kann. In die Szenerie sollte man sich selbst positionieren und fotografieren lassen. Anschließend sollte ein Schwarz-weiß-Ausdruck davon als Vorlage für ein eigenes gemaltes Bild dienen.

Wir haben uns einen recht einfachen Bildaufbau ausgesucht, ein Selbstporträt von Max Beckmann. Links musste ein Bild auf einer Staffelei angeschnitten zu sehen sein, das Licht musste grell von oben kommen. Außerdem trug der Maler wohl ein einfaches Hemd und eine Jacke mit Struktur.

Die Darstellungsweise für sein selbstgemaltes Bild konnte man sich frei aussuchen. Es konnte naturalistisch sein, impressionistisch, kubistisch oder sonstwie verändert sein. Bei meinen Porträts habe ich versucht, den expressionistischen Stil beizubehalten. Es ist schwer, den gleichen Gesichtsausdruck hinzukriegen.

Das Kontrastreiche der Acrylbilder beeindruckt erst einmal, jedoch finde ich die Pastellzeichnungen nicht weniger ausdrucksstark.

Mit der staubigen Pastellkreide lässt sich ein Porträt sehr genau ausmodellieren. Man kann aber auch skizzenhaft bleiben. Entschlossen und vielleicht etwas zornig wollen wir schauen, aber nicht traurig und müde…

Grafisch reduziert wirkt es auch mit der gelborangen Acryluntermalung. Links ist mit trockener Pastellkreide überzeichnet, in der Mitte mit Ölpastell, das rechte Bild ist komplett in Acrylfarbe. Das Originalbild dürfte in Ölfarbe gefertigt sein, was natürlich einen ganz anderen Eindruck erzeugt. Letztenendes war mir nur noch wichtig, dass ein schönes Bild dabei herauskommt. Wahrheit ist nicht wichtig. Ein Bild ist ein Bild und kein Foto.

Ein Kunstwerk zu zitieren bedeutet übrigens eine Wertschätzung und hat mit Fälschen nichts zu tun. Man nutzt lediglich einen erprobten Bildaufbau.

So wie ich für mich kreativ war kannst „Du für Dich am Donnerstag“ auch werden. Und nicht nur donnerstags!

Schöne Grüße aus dem Atelier!

Herzmieder-Schnittentwicklung

Stolz präsentiere ich nach tagelanger Arbeit eine Spielerei, bei der ich überhaupt gar nicht weiß, ob daraus ein Kleidungsstück werden soll. Es war nicht unbedingt Absicht, dass vorn ein Herz prangt, es hat sich formal so ergeben. Aber ich glaube, ich schrecke auch vor einem niedlichen Dirndl nicht zurück. Ich wollte etwas machen, was es aus gutem Grund nicht gibt, weil es schwer anzupassen und zu nähen ist und sich aufgrund des Zuschnitts auch leicht verzieht: schräge wellenförmige Teilungsnähte. Außerdem produziert man unverhältnismäßig viel Verschnitt.

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