Grünes Zackenshirt

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Was ist das nun wieder? Eine Art Hawaii-Hemd mit geometrischem Muster? Etwas Brasilianisches oder Afrikanisches? Oder stellt dieses dynamisch Aufstrebende das Wachstum dar, das mich in meinem Garten umgibt und auch sonst überall in der Natur jetzt so üppig ist? Kann ich damit als „Parents for future“ protestieren gehen, ohne ein weiteres Banner tragen zu müssen? – Ihr könnt es euch aussuchen, ich nähe nur, was ich sehe.

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Letztens hatte Kathrin/Holycows-Berlin ein Patchworkshirt aus Leinen gezeigt, so fing es an. Daraufhin hatte ich auch Lust zu experimentieren. Bei ihr waren es Dreiecke, ich habe Zackenstreifen zusammengenäht. Die Zackengröße bzw. -breite ist nicht zufällig, sondern ist auf meinen Blusengrundschnitt abgestimmt, den ich seitlich noch leicht erweitert habe. Das war ganz gut entschieden, denn wegen dem Muster sieht es besser aus, wenn die Seitenlinie ab Taille ganz gerade nach unten weiterläuft, statt wegen der Hüftweite noch einmal auszuschweifen. Und dort braucht man ja auch genügend Weite. Das Shirt ist also ziemlich kastig, ohne jegliche Abnäher.

Von angeschnittenen Ärmeln kann man hier kaum sprechen, wenn der Ärmelsaum von der Achsel im Bogen zur Schulter geführt ist, die Vorgehensweise zur Schnitterstellung ist jedoch ähnlich wie bei den vorhergehenden Tops, hier und hier.

Gefüttert ist das Shirt aus Baumwoll-Fahnentuch mit Baumwoll-Voilé, allein damit mir nicht ständig Fransen und Fusseln begegnen und die Patchworknäherei ein bißchen besser geschützt ist. An Schulter und Ausschnitt habe ich an einigen Stellen im Nahtschatten fixiert. Nur der vordere Ausschnitt und der Kragen sind verstärkt, die Besätze ansonsten nicht. Der blusige Charakter sollte erhalten bleiben, deshalb auch der nur ganz dünne Futterstoff.

Eckennähen kann ich inzwischen ganz gut. Man muss die Breite der Nahtzugabe immer genau im Blick haben und einschätzen können, ob man die Ecke schon erreicht hat oder noch nicht. Ich schneide erst unter der Maschine bis knapp vor die Nadel ein, um dann den obenliegenden Stoff drehen zu können. Soweit bis der andere Schenkel des Zacken erreicht ist und die Nahtzugaben übereinander zu liegen kommen, um dann weiternähen zu können.

Der Kragen ist auch wieder so ein Liegekragen ohne Steg wie hier. Ich brauchte eine gewisse Tiefe für den Ausschnitt. Ein normaler V-Ausschnitt sah jedoch nicht gut aus. Ich habe ihn deshalb quasi fünfeckig gestaltet, d. h. so weit zur Seite gezogen bis die Kanten parallel zum Muster verlaufen. An der Schulternaht sieht man, dass Vorder- und Rückenteil nicht gleich sind, sonst würden die dunkelgrünen Ecken genau aufeinandertreffen. So wie man auch an der Seitennaht sieht, dass das Vorderteil schmaler ist. (Und coolest auf das Rückenteil trifft!)

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– Ein sehr bequemes Sommerhemd, made by me, verlinkt mit „Creadienstag“.

7 Gedanken zu “Grünes Zackenshirt

  1. Juniper 23. Juni 2020 / 12:15

    Du solltest es auf jeden Fall zur nächsten Demo tragen!
    Tolle Verarbeitung, besonders die im Muster verschwindenden Seitennähte begeistern mich. Ich hätte Angst, dass die Nahtzugaben zwischen den Zacken bei so einem Shirt in der Waschmaschine „verrutschen“. Oder denkst du, dass sie durch das Futter ausreichend geschützt sind?
    Liebe Grüße Juniper

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    • formspielerins werke 23. Juni 2020 / 14:28

      😀 Vielen Dank! Nachher wollen alle so ein Shirt! Man könnte es aber auch drucken. Ich verstehe nicht, was du mit verrutschen meinst. Dass die Nahtzugaben nicht mehr auseinander gebügelt werden können?

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      • Juniper 23. Juni 2020 / 19:50

        Ich frage mich, ob die Nahtzugaben nach der Wäsche auseinander bleiben oder ob die Bluse im Anschluss jedes Mal sorgfältig gebügelt werden muss?
        Wenn ich es richtig gesehen habe, hast du ja nichts abgesteppt?

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        • formspielerins werke 23. Juni 2020 / 22:15

          Na ja ich hoffe, alles bleibt einigermaßen so wie es jetzt gelegt ist. Ich will nicht aufmachen müssen, weil es sich komisch einrollt. Du meinst, ich soll besser absteppen? Es sieht dann bestimmt nicht mehr so exakt gearbeitet aus. Ich überlege es mir!

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          • Juniper 24. Juni 2020 / 0:10

            Ohne Absteppungen sieht es bestimmt besser aus. Vielleicht/Bestimmt ist meine Sorge ja unbegründet? War nur so ein Gedanke als ich die Innenansicht (aus Instagram?) gesehen habe…

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          • formspielerins werke 24. Juni 2020 / 8:24

            Ich hatte da gar nicht so drüber nachgedacht und freue mich über Anregungen!

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