Sweet, soft and lazy…

Sweet, soft and cool! – Wer kennt noch die alte Weise von Victor Lazlo? Dieses Lied fällt mir zur Beschreibung meiner beiden neuesten Werke ein.

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Die Büstenhalter rein aus Stoff sind mir eigentlich noch die liebsten. Zwar können Bügel eine ansprechende Form schaffen und mehr Unterstützung bieten, bequemer ist es ohne.

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Dieser Soft-BH aus Baumwolljersey ist recht einfach gearbeitet: vier Stückchen Stoff, etwas Gummiband, Ringe, Schieber, Verschluss, fertig!

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Den Schnitt habe ich kopiert. Wie auch in der Malerei kann man durch Kopieren der alten Meister viel lernen, hier z.B. wie eine Fläche geformt sein muss, damit Volumen entsteht, wenn man die Kanten rafft.

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Entweder man nimmt einen liebgewonnenen, alten Büstenhalter komplett auseinander oder man kann ihn auch so ausbreiten. Ich lasse ihn heil und stecke ihn Stück für Stück auf einer mit Stoff bezogenen Hartschaumplatte (Baumarkt) fest. Eine solche hatte ich mir mal für Makramee und Margarethenspitze zurecht gemacht. Zum Klöppeln kann man sie auch verwenden. Die ursprüngliche Größe und Form der Schnittteile soll, ohne dass Eingehalten wurde, festgestellt werden. Das bedeutet, die Gummibänder müssen gespannt werden bis der Stoff glattliegt. Durchscheinende Schnittmusterfolie oder -papier kann darüber gelegt werden, um die Kantenlinien durchzupausen.

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Beim Nähen später arbeite ich auch schon mal mit Händen und Füßen, denn um das Unterbrustgummi zu spannen, braucht es eine etwas längere Strecke. Das sieht schon etwas lustig aus. Wenn man Anfang und Ende von Stoff und Gummiband fixiert, hat man die Hände frei, um die Dehnung der Strecke dazwischen gut verteilt festzustecken.

Ein weiterer BH aus Mikrofaser ist ganz ähnlich aufgebaut, bietet aber mehr Unterstützung durch zusätzliche Schnittteile. Rund um die Kanten des Cups sind kleiner geschnittene Streifen angebracht, die sich an den Ecken überlagern. Wie im Original sind diese Verstärkungen aus Mikrofaser. Ein zusätzliches frei schwebendes seitliches „Segel“ ist aus Powernet. Ich habe es ganz unversäubert gelassen. Es franst nicht aus und kratzt tatsächlich auch nicht. Es muss beim Absteppen von Unterbrustband und Wäschegummi an der Oberkante mitgefasst werden. Das Band ist auch mit Powernet verstärkt, abweichend vom Original. Ich schlage das Powernet mit Mikrofaser ein, gebe also keine Nahtzugabe, denn wenn man es gedoppelt verarbeitet, ist die Dehnbarkeit so gut wie weg. Auch schneide ich die Nahtzugaben der Mikrofaser sehr stark zurück, wie auf dem Bild zu erkennen ist. Sonst wird es am Unterbrustband zu dick. Die vordere Mitte innen ist mir nicht so optimal gelungen, denn ich musste die Lagen rechts auf rechts aufeinander nähen, da ich keine weiche Charmeuse zum Einfassen der Kanten hatte. Eigentlich sind die Teile anstoßend aneinander genäht. Süße Schleifen auf der Vorderseite gleichen den Makel wieder aus.

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Beim Nähen dachte ich die ganze Zeit, es wird alles viel zu groß, aber das täuscht. Später passte es ganz genau. Wenn schöne Modelle nicht nachzukaufen sind und man gern etwas Handarbeit macht, lohnt sich die Arbeit.

Einen schönen Tag noch!

Dieser Beitrag ist mit dem Creadienstag verlinkt.

 

 

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