Streifenrock mit Patches

Patches9Wer meint, diesen kleinen Tellerrock (ca. Viertelkreis) schon einmal gesehen zu haben, liegt nicht ganz falsch. Er sieht dem von „Grafik trifft Farbe“ nicht nur auffallend ähnlich, er wäre es auch geworden, wenn ich mich nicht vertan hätte und ihn schon im Anfangsstadium aufgegeben hätte. Wie ich das Design entwickelt habe, ist in dem Beitrag nachzulesen.

Nachdem dieser nun ein Jahr unfertig herumgelegen hat, habe ich mich seiner noch einmal angenommen. Es kommt hier wie beim Patchwork sehr auf genaues Nähen an. Wie schon öfter hatte ich die geplante Nahtzugabe nicht voll umgesetzt und der Rock wurde von der Weite her zu groß. Also schnitt ich an den Winkeln herum, was ich mal hätte bleiben lassen sollen, denn beim zweiten Mal zusammennähen mit korrekten Nahtzugaben wurde er dann unabänderlich zu klein.

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Zur Rettung habe ich mir nun überlegt, ich schneide oben etwas weg, womit ich wieder einen größeren Umfang erreiche, und einen schwarzen Bund zu haben wäre auch schön. Womit wir gleich bei der nächsten Fehlerquelle wären. Diesen nur aufgelegt statt richtig abzumessen oder ein Schnittmuster zu bemühen, das ohnehin nicht mehr den Gegebenheiten entspricht, habe ich  wieder leicht zu viel gekürzt, so dass er recht weit hüftig sitzt. Das war nicht unbedingt geplant, finde ich jetzt aber okay. Auch ist dieser Rock kürzer geworden, denn der Winkel in der Stoffbahn sollte in etwa mittig auf dem Rock platziert sein.

Für das Säumen von ausgestellten Röcken, hat man mehrere Möglichkeiten. Entweder man näht knappkantig ein Schrägband an wie beim „Sommerkleid mit Taillenpasse“, oder man verstürzt die Kante mit einem gebogen ausgeschnittenen Futterstreifen wie es beim anderen Rock gezeigt ist. Jedenfalls kann man den Saum eines ausgestellten Rockes nicht einfach umschlagen, soviel Weite kann man nicht einhalten. Hier habe ich es dennoch getan. Die unteren Enden der Teilungsnähte sind aufgetrennt und in einem anderen Winkel wieder zusammengenäht. Das wie auch das Säumen selbst habe ich von Hand erledigt, von der rechten Seite aus, denn mit der Maschine hundertmal den Winkel richtig anpassen zu wollen, erschien mir sehr mühselig (aber natürlich machbar). Trotzdem musste ich den Saum noch etwas einhalten und darauf achten, eine schön gleichmäßig gerundete Saumkante entstehen zu lassen. Der schwarze Faden darf nur auf schwarze Streifen treffen, ist ja klar.

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Da ich für den Film- und Serien Sew along Patches besorgt hatte, kam mir die Idee, sie auch hier zu verwenden. Sie bringen farblich und formal Kontraste ins Spiel und lassen den Rock zusammen mit einem einfarbigen T-Shirt dekorativ wirken.

 

Beim Jahres-Sew along von Fräulein An werden diesen Monat Röcke gezeigt, dieser ist auch dabei.

Zum Mottotag letzte Woche wurde es nichts mehr, aber nun sind sie da, die Streifen für den MeMadeMittwoch!

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5 Gedanken zu “Streifenrock mit Patches

  1. sabinemichaela 14. Juni 2017 / 9:52

    Oooh Der Rock ist schön und die Patches lockern das streng geometrische Muster auf. Toll
    Lg Sabine

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  2. verschiedenArt 14. Juni 2017 / 11:24

    Wahnsinn, was für eine irre Arbeit, die du dir gemacht hast! Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Ein toller Rock und dir Mühe hat sich gelohnt.
    Dir Idee mit den Patches passt perfekt zu dem gestreiften Rock.
    Liebe Grüße
    Sandra

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  3. Siebensachen 15. Juni 2017 / 13:54

    Ein Rock mit Wow-Effekt und die Patches setzten einen hübschen Akzent. Obwohl ich nicht immer alles verstehe, lese ich deine Arbeitsbeschreibungen sehr gern.
    LG
    Siebensachen

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