Lieblingshoodie maritim

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Wie sollte es anders sein, für ein Mädchen von der Küste muss der Lieblingshoodie, nach dem FräuleinAn derzeit fragt, einen maritimen Touch haben.

An sonnigen Tagen reicht es inzwischen schon, nur einen Anorak überzuziehen, denn der  jeansblau-melierte mit Ankern bedruckte Sweatshirtstoff wärmt ausreichend.

 

 

 

Der Schnitt hat als Grundlage die Konstruktion für eine abnäherlose Bluse. Und ein Pullover ist doch eigentlich eine abnäherlose Bluse, nicht? Wenn es so etwas gibt, mühe ich mich ja nicht lange mit einem Shirtschnitt ab. Trotzdem, das Armloch ist leicht vertieft. Dazu gehört auch eine Erweiterung an der Seitennaht und der Ärmel muss natürlich auch entsprechend verändert werden. Den Bündchenärmel (also gerade geschnitten) habe ich an beiden Seiten um vier Zentimeter verschmälert, auslaufend zur Armkugel hin. Den Ärmelabschluss hatte ich zunächst zusätzlich zur Armlänge angesetzt. Es empfiehlt sich aber, den Ärmel vorher etwas zu kürzen. Natürlich wusste ich das, wollte aber mal sehen, wie es sich mit der Überfalllänge verhält (und ob stimmt, was im Buch steht).

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Die Ärmel sind, wenn auch nur leicht, überschnitten. Das muss so sein, sonst kommt man mit der insgesamten Breite des Kleidungsstückes nicht hin.

Meine bisher zweiteilige Kapuzenform (hier gezeigt) ist zu einer dreiteiligen mit Mittelstreifen weiterentwickelt. Und das kam so: Sie brauchte nicht so hoch zu sein, sollte aber runder werden. Von der Seite sah sie dabei riesig aus, von vorn und hinten gesehen machte sie den Kopf aber furchtbar schmal. So habe ich ringsum parallel zur Naht einen Streifen abgeschnitten, die neue Linie ausgemessen und einen geraden Streifen in der Länge ersetzt.

Vorn ist sie auch höher gezogen. Für das Innenfutter der Kapuze habe ich einen dünnen jeansblauen Jersey genommen. Die Kordel ist fast schon ein Seil, ein richtiger Tampen, der eine Öse von elf Millimeter Durchmesser benötigt. Die Enden sind mit einem Lederrest eingefasst. So etwas sieht man jetzt bei Konfektionskleidung, was ich natürlich gleich nachbauen musste.

Die Kordel ist zunächst mit Zweikomponentenkleber bestrichen, damit die herzustellende Hülse nicht gleich wieder abrutscht. Das Lederstück ist dann darübergeklappt und mit dem Reißverschlussfuß, mit dem man recht nah an die Kordel herankommt, befestigt. Den überschüssigen Rand habe ich abgeschnitten.

Auf die eigentlich obligatorische Tasche habe ich mal verzichtet. An der Tasche der Hose, auch selbst genäht, hat sie sich um so mehr verspielt. Jede ein anderes Design, das muss schon sein. Ich zeichne es mir auf Seidenpapier auf und nähen es dann durch, auch um es gegengleich hinzukriegen. Das Papier kann man dann einfach wegreissen.

Sonnige Tage wünschen wir uns weiterhin!

Beim MeMadeMittwoch kannst Du noch mehr selbstgenähte Kleidung sehen!

 

 

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5 Gedanken zu “Lieblingshoodie maritim

  1. seelenruhig 15. März 2017 / 8:09

    Super! Maritim it bei mir auch gerade großes Thema! Die Details hier gefallen mir ausnehmend gut! Grüße von Ellen

    Gefällt 1 Person

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