Klassischer Chic

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Ein weiteres herbstliches Accessoire zeige ich heute mit dieser Brosche. Sie ist aus Wolle in Web- und Knüpftechnik hergestellt. Mit dem Hahnentritt- und Karomuster ist diese Sonnenblume noch abstrahierter dargestellt als bei der zuvor gezeigten Brosche mit Perlen.

Der Untergrund ist wieder Wollfilz, wobei ich sagen muss, mit einem dünneren Stoff wäre es wohl einfacher gewesen. Die Kett- und Schussfäden sind auf den Stoff gestickt. Man benötigt hierfür  eine sehr dicke Nadel, sie schafft Platz für den nachfolgenden Faden.

Die Brosche besteht aus zwei einzeln gefertigten Teilen, die aufeinandergenäht sind, bevor auch die untere Rückseite mit braunem Samt beklebt wurde.

Der Rand besteht aus Kupferdraht. Er ist umwickelt mit dem Wollfaden, der auch den Draht auf dem Stoff befestigt. Nachdem knapp ausgeschnitten wurde, ist außen herum ein Wollfaden um die Kante herumgelegt. Dieser und damit auch die Umwicklung ist mit Textilkleber fixiert. Für die Blütenblätter sind Wollfädenenden durch eine Schlinge gezogen, die Broschierung ist aufgenäht.

blume2Dieser klassische Chic ist mit dem Creadienstag verlinkt.

Da es sich auch um eine Form des Stickens handelt so wie sie bei Crewelarbeiten mit plastisch heraustretenden Teilen vorkommt, darf sich diese Arbeit wohl auch in der Linksammlung Handgestickt wiederfinden.

Inspiriert hat mich das Buch von Hazel Blomkamp „Crewel Intentions“ (Search Press). Die Autorin zeigt dort Projekte zum Nacharbeiten, die natürlich weit feiner sind als dieses hier. Mich haben ihre vielfältigen, innovativen Techniken begeistert.

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3 Gedanken zu “Klassischer Chic

  1. made with Blümchen 25. Oktober 2016 / 14:59

    Ja, klar passt diese Brosche zur „handgestickt“ Linkparty! Vor allem weil Du ja auch das Hahnentrittmuster selbst gestickt/gewebt hast. Ich habe als Jugendliche häufig Broschen getragen, aber jetzt seit sicher über 20 Jahren eigentlich gar nicht mehr, und ich sehe auch nur sehr selten welche. Hm, bin ja schon gespannt, wann die Brosche wieder als modisches Accessoire entdeckt wird und aus der Versenkung auftaucht. Dann bist Du jedenfalls Vorreiterin! lg, Gabi

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    • formspielerins werke 25. Oktober 2016 / 19:05

      Ja stimmt, man trägt nicht viel Broschen, aber sie sind so schön klein, um eine Technik auszuprobieren! Das erwähnte Buch bringt einen auch auf irreguläre Ideen. (Ich arbeite seit letztem Jahr an einem dort angeleiteten Projekt, und wenn es jemals fertig wird, werde ich es auch mal zeigen.) Viele Grüße und frohes Sticken! Regina

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